Ikigai: Something that you love

Die Suche nach dem Ikigai ist sicherlich leichter gesagt als getan. Obwohl ich, oder gerade weil ich noch mitten im Zeugnisschreiben und Schuljahr beenden bin, stellt sich die Frage nach der ersten Komponente: Etwas das ich liebe. Oder um es etwas anders zu formulieren, etwas das mich im Moment sein lässt und zum Flow werden kann.

Nun wenn man mich fragt, gibt es viele, gar zu viele Dinge, für die ich mich begeistern kann. Mathematik, Fotografie, Natur, Bücher Handwerkliches, Kochen und Backen, Menschen…..

Und wer mich kennt weiß, dass mein Kopf ständig, überall seine Antennen ausfährt und ich meist gar nicht weiß wo ich anfangen und wo ich aufhören soll, oder kann.

Also schaue ich auf eine der verbindenden Komponenten und das ist: “Was die Welt braucht”. Autsch!

Gibt es irgendetwas, dass ich liebe, das die Welt braucht? Noch einen Quilt? auch wenn damit was Gutes tun kann? Noch ein Buch, das Eltern dazu bringt besser mit ihren Kindern umzugehen? Ein neues Muffin-oder Brotrezept, das 3.000.000 Bild vom Fernsehturm? Oder einen Blog, der die Frage nach dem Ikigai stellt?

Die Antwort ist: Ich weiß es nicht. Aber da ja bekanntlich Aufgeben nicht zu meinem ausgesprochenen Skillset zählt, drehe ich mich in die andere Richtung und frage mich: “Was kann ich richtig gut?” Ahhh Fangfrage….

Als Frau gibt man nur ungerne zu, dass frau gut in etwas ist.

Nur sehr, sehr selten kann ich zugeben, das ich etwas gut kann. Meist spreche ich davon, dass mir etwas gut gelungen ist. Zum Beispiel die Zitronenmuffins gestern, denn es war natürlich Zufall, dass ich mit dem Rezept so rumgespielt habe, dass sie nicht zu trocken werden. Oder?Gut, ein anderes Beispiel.

In den Ferien habe ich mehrer Quilts gemacht. Zum Teil waren es uralte U(n)F(inished) O(bject)s. Klassischer Spruch meinerseits: “Der ist diesmal gar nicht so schlecht geworden.” Immer sehe ich etwas, das noch besser sein könnte, noch genauer hätte genäht werden können oder wo ich doch vielleicht einen minimal anderen Farbton hätte wählen können.

Kommt euch bekannt vor?

Egal was andere sagen, ich kann nicht zufrieden sein mit mir und dem was ich mache und –SURPRISE– Das hindert mich oft daran Dinge überhaupt in Angriff zu nehmen. Wenn ich etwas nicht gleich halbwegs gut kann oder gar perfekt, mache ich einfach nicht weiter.

Es gibt nur eine einzige Ausnahme

Beim Wandern vergesse ich all diese Dinge. Da kann ich hinnehmen, das meine Schritte nur so lang sind wie sie sind, das ich so erschöpft oder beflügelt bin wie ich es gerade bin und das ich gerade mal so viele Kilometer schaffe wie ich es schaffe. Genau da entsteht mein Flow.

Tja, und nun?

Der Henro ist in vier Abschnitte eingeteilt. Der 1. Abschnitt, der mich durch die Präfektur Tokushima bringen wird, wird traditionell als “The Dōjō of Resolving To Awaken.” bezeichnet und soll dazu dienen einen Entschluss zu fassen und mit dem Entschlossenen zu beginnen.

Ich bin zwar noch nicht in Tokushima, aber ein bisschen vorarbeiten kann ja nichts schaden. Mein Entschluss: Darauf zu achten was ich gut kann, positiv damit umzugehen und meine Leistungen nicht zu negieren, denn dann kann ich Raum schaffen für Neues.


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