Huch, ich schreibe ein Buch! Oder: Wie Béa mich zur Autorin machte.

Spoiler Alert: Dieser Blogeintrag ist schon ein bisschen älter… aber nicht weniger aktuell, denn Buch Nummer 2 ist seit heute offiziell in der Mache.

“Ich wollte schon immer ein Buch schreiben! Und ich habe soooo viele Ideen dafür und auch schon die passenden Titel. Mein Lieblingstitel für ein Buch, das erklärt warum das Konzept der klassischen Schulleitung nicht mehr funktioniert sollte heißen:

From Jesus Christ Superstar to scavenger. Why the principle of Principal is obsolete

Aber leider funktioniert das Wortspiel im Deutschen nicht und ich habe die Idee dann verworfen. Ein anderes sollte ein Geschichtsroman werden, der sich an der Geschichte meiner Familie entlanghangelt, ein Reisetagebuch des Jakobsweges (ja, ich weiß, nichts neues) und schließlich gab es da noch die Idee einer Kollektion von Kurzgeschichten. 

Und dann ist da die Realität. Ein Wochenend- Schreibflash und dann Monate lang nichts. 

Kurz bevor ich von London wieder nach Berlin gezogen bin, verbrachte ich im Frühjahr 2017 ein Wochenende bei Béa. Wochenenden bei Béa muss man sich ungefähr so vorstellen: Nichts planen, alles auf sich zukommen lassen und dann vom Kreativwirbel für 48 Stunden in eine andere Welt transportiert werden. Ideen anreißen, aufschreiben, visualisieren, einen Espresso oder auch n+1, Schokolade, Käse, Recherche, verschiedene Leute, die sich zwischendurch in den Prozeß eingliedern und wieder diffundieren. Ein bisschen schlafen und extrem hohes Energiepotential. Wenn man mit Béa arbeitet braucht man keine Aufputschmittel. 

Am Ende hatten wir eine tolle Idee in der Dropbox gespeichert mit dem gegenseitigen Versprechen was draus zu machen. 

Und dann ist da die Realität. Ein Umzug, ein gebrochenes Handgelenk, ein neuer Job und dann Monate lang nichts. 

Im Frühsommer 2018 wollte ich Béa etwas fragen. Ich rief sie an.

„Beste.“

„Hallo Béa, Stephanie. Du, ich wollte Dich etwas fragen.“ 

„Prima, ich wollte Dich auch schon anrufen! Ich habe uns an den Duden- Verlag verkauft. Wir schreiben ein Buch.“

„Ja, prima… Ähm, welches Buch?“ 

Was war passiert? Béa war auf Grund ihres Blogs vom Duden-Verlag angesprochen worden, ob sie sich vorstellen könnte ein Buch zu schreiben und Béas Reaktion war: ja, gerne aber nur wenn ich eine Co-Autorin dazu holen kann. 

Wir lachen oft über die Situation, dass Béa einfach mal davon ausgegangen ist, dass ich mit an Bord bin und auch wenn ich die darauf folgenden Monate manches Mal fluchend an meinem Rechner saß und mir Bein und Stein geschworen habe nie wieder, also wirklich nie wieder ein Buch zu schreiben, hätte ich mir keine schönere Co-Learning Erfahrung vorstellen können. 

Und dann ist da die Realität. Ideen entstehen und brauchen Monate um vom Nichts (vielleicht) zu einem neuen Buch zu werden.” 


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